Dies sind die Bände 1-46 (in 25 Büchern) des berühmten Werks von William Curtis, der am längsten existierenden botanischen Zeitschrift der Welt. Sie gilt als umfangreichste jemals geschaffene Sammlung von Pflanzenabbildungen.
Die vorliegenden Bände enthalten 2107 detailgenaue Kupferstich-Pflanzenabbildungen, original handkoloriert in prächtigen leuchtenden Farben. 120 der Illustrationen sind zum Ausklappen.
Die Qualität, Seltenheit und Kostbarkeit der Abbildungen sowie die botanischen Angaben zu den gezeigten Pflanzen haben das Werk für Generationen von Wissenschaftlern, Gärtnern und Pflanzenliebhabern zu einer wichtigen Informationsquelle und einem begehrten Sammlerstück gemacht.
Zusätzlich zu den 25 vorliegenden Büchern ist ein Band von 1805 vorhanden mit einem Verzeichnis aller Pflanzen aus den ersten 20 Bänden des Werks. Am Beginn dieses Indexbandes ist ein schönes Kupferstichporträt des Autors enthalten.
Die meisten Tafeln entstanden nach Zeichnungen von James Sowerby (1757 – 1822) und Syndenham T. Edwards (1768 – 1819) und wurden gestochen von Franciscus Sansom (1780-1810).
Jede Abbildung wird von einer Textbeschreibung begleitet mit dem lateinischen und englischen Namen der Pflanze, dem Platz im Linnéschen System der Klassifizierung sowie Angaben zu Herkunftsland, Zeit der Blüte und Hinweisen zur Kultivierung.
Jeder Band trägt auf der Titelseite ein schönes Gedicht oder einen Vers zum Thema Pflanzen. So ist auf der Titelseite des ersten Bandes der Ausspruch von Francis Bacon zu lesen:
“A Garden is the purest of human Pleasures.“
(Ein Garten ist die reinste der menschlichen Freuden.)
Alle Bände in schönem marmoriertem Rotschnitt.
Die Teile 1 und 3-6 in der von Stafleu/C. (1290) genannten letzten Ausgabe, Teile 2 und 7-46 in der Originalausgabe.
Die Geschichte von Curtis's Botanical Magazine
Curtis's Botanical Magazine ist in mehrfacher Hinsicht ein außergewöhnliches Werk. Es ist die weltweit am längsten existierende botanische Zeitschrift. Zudem stellt es die umfassendste jemals geschaffene Sammlung von Pflanzenabbildungen dar. Seit 1787 erscheint das Magazin bis heute fast ununterbrochen. Insgesamt wurden in den 220 Jahren die das Magazin existiert mehr als 10.000 botanische Illustrationen in über 200 Bänden publiziert.
Der weltweite Ruhm der Zeitschrift basiert vor allem auf den wundervollen Pflanzenabbildungen. Selbst nach über 200 Jahren üben sie noch immer auf Botaniker, Gärtner und Pflanzenliebhaber eine einzigartige Faszination aus.
Bis 1845 wurden alle Darstellungen in Kupfertafeln geritzt.
Später wurde lithographiert (ab Platte 4174 von 1847 – 1948). Dabei wurde bis 1848 jede Platte von Hand gefärbt und vervielfältigt. Ab 1848 wurde die Handfärbung ersetzt durch den Mehrfarbdruck. Ab 1959 wurde photographiert.
James Sowerby (1757 – 1822) war ein Künstler, der die frühen Jahre der Zeitschrift dominierte. Er war Autor und Illustrator von ca. 2500 Pflanzendarstellungen im Magazin.
Syndenham T. Edwards (1768 – 1819) kann als der erste Arbeitnehmer, der voll für das Magazin arbeitete, betrachtet werden. Curtis stellte ihn als Lehrling ein und bildete ihn in Botanik und botanischer Abbildung aus. Edwards begleitete Curtis später auf vielen botanischen Exkursionen. Über 1700 Pflanzenporträts verdankt das Magazin seiner 27-jährigen Tätigkeit.
Curtis legte Wert darauf, daß alle Illustrationen grundsätzlich von lebendem Pflanzenmaterial erstellt wurden und die verwendeten Farben so genau wie möglich die natürlichen Farbtöne der einzelnen Pflanzen wieder gaben. Er gestattete seinen Malern kaum künstlerische Freiheiten, erwartete wissenschaftliche Arbeiten mit detailgenauer Akribie.
Im Vorwort der ersten Ausgabe betont der Autor, sein Anliegen bei der Herausgabe des Magazins sei das Schaffen einer ausgewogenen Kombination von Botanik und Gartenbau sowie einer Quelle anständiger Unterhaltung und allgemeinen Nutzenswerts.
Curtis starb 1799, als sein Botanisches Magazin Vol. 13 erreicht hatte. Sein Freund John Sims (1749 – 1831) Botaniker und Arzt, wurde der neue Herausgeber.
Ab 1826 übernahm William James Hooker (1785 – 1865) die Chefredaktion. Nach seinem Tod wurde die Chefredaktion von seinem Sohn Joseph Dalton Hooker fortgeführt.
Im Laufe ihrer Geschichte hatte die Zeitschrift immer wieder mit ökonomischen Schwierigkeiten zu kämpfen. 1921 wurde die sie vor dem Ruin gerettet, als J. Elwesalle alle Rechte im Auftrag der Royal Horticultural Society erwarb. Während des Zweiten Weltkriegs und der ersten zwei Nachkriegsjahre konnte das Magazin von 1939 bis 1947 nicht erscheinen.
1984 erfolgte eine Änderung des Namens in The Kew Magazine.
Der Inhalt der Zeitschrift änderte sich deutlich. Zusätzlich zu den Beschreibungen und Abbildungen der einzelnen Pflanzenarten waren nun auch vollständige Artikel und Material wie Karten zu Fundorten und Verbreitungsgebieten der Pflanzen enthalten.
1995 kehrte die Zeitschrift zum Originalnamen The Curtis’s Botanical Magazine zurück.
Heute erscheint das Magazin vierteljährlich im Blackwell-Verlag Oxford.
Zustand
Hervorragender Gesamtzustand!
Einband
Deckel etwas berieben und bestoßen
Bindung fest und stabil
Druck
gute Papierqualität
kräftiger Druck
schöne Kupferstiche mit leuchtendem Kolorit
nur geringfügige Altersbräunung
kaum fleckig
Tafel 2 aus einem anderem Exemplar eingefügt (weniger breitrandig, leicht gebräunt und stockfleckig)
Falttafel 119 mit hinterlegtem Bruch im Plattenrand
Bilder: Einband
Bilder: Inhalt
Bilder: Kupferstiche
Vergrößern Sie eine Auswahl der schönsten Bilder in hoher Auflösung in unserem » Zoombrowser
Sollten Sie an diesem Werk interessiert sein, würden wir
uns freuen mit Ihnen Kontakt aufnehmen zu dürfen - hinterlassen Sie hierzu bitte
Ihre Kontaktdaten